Lustige Geschichten zu meinen neuen Worten...

Auf dieser Seite findet Ihr lustige frei erfundene Geschichten zu den ebenfalls frei erfundenen Worten.

Viel Spaß beim Lesen und beim Weitersagen.


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Man muß mit ihr gespielt haben.


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Wortspiele - der Abflußpeiniger

der Abflußpeiniger - Spezialist und Außenseiter unter den Klempnern.

Das Abflüsse sich sehr gerne verstopfen, ist ja schon seit langem kein Geheimnis mehr. Immer öfter erweckt es den Eindruck, als hätten sie Freude an ihren Verstopfungen. Aus den meisten von ihnen sind im Laufe der Jahre richtige Profis geworden. Das ist auch der Grund, warum diese Halunken alle so selbstbewusst sind.

Manche haben mehrere Rudel Ratten am Laufen, das steigert das Ansehen innerhalb der Rohrgruppe. Sie müssen deshalb immer einen bestimmten Verstopfungsgrad aufrechterhalten, ansonsten hauen ihnen die Ratten wieder ab. Meistens lassen sie zuerst ihre Siphons verstopfen, um so den glibberigen Schmodder an den Rohrwänden ein bisschen trocknen zu können. Weil kaum noch Wasser von oben nachfließen kann, haben es die Ratten dann sehr gemütlich.

Doch wegen des ständig steigenden Unmuts innerhalb der Klempnergemeinde, musste eine Lösung gefunden werden. Der oberste Lehrmeister, Karl-Friedrich Rohrfreiherr zu Durchfluss, nahm sich schließlich der Sache an und bildete die ersten Abflußpeiniger aus.

Mit gezieltem Punkt-Peinigen konnte man schon einmal die Ratten los werden. Sie kamen dann auch nicht wieder zurück, denn sie sind bekanntlich schlau und keine Masochisten. Durch flächiges Streu-Peinigen gelang es, den Abflussrohren den Spaß an ihren Verstopfungen zu nehmen. Ein mehrtägiges Intervall-Peinigen ließ nach und nach das Selbstbewusstsein schwinden. Zum Abschluss wurde dann noch eine imprägnierende Innen-Peinigung durchgeführt.

Ein auf diese Weise korrekt gepeinigter Abfluss bleibt jahrzehntelang sauber und alle Arten von Dreck meiden ihn.

Heutzutage sind die Abflußpeiniger wahre Meister ihres Faches. Sie peinigen alle Arten von Abflüssen. Die Besten unter ihnen können sogar Abflüsse von innen peinigen und bekommen die höchsten Stundenlöhne in der Branche.

 

Wortspiel - das Infernozäpfchen

das Infernozäpfchen - Wurde ebenfalls in Mordor geschmiedet, ist aber weniger bekannt als der Ring.

Warum es geschmiedet wurde: Bei den Orks kam es häufig zu schlimmen Verstopfungen und auch zum Gegenteil davon. Voll ekelig. Man wusste ja nie, was sie den ganzen Tag über so gegessen haben. Wahrscheinlich wussten sie es selbst nicht so genau. Zu dieser Zeit standen in Mordor weder Ärzte noch Apotheker auf irgendeiner Gehaltsliste. Und wer schon einmal Sarumans unveröffentlichte Erzählung "Vom Auge verwöhnt" gelesen hat, der weiß, dass Sauron prinzipiell keine Gehälter zahlte. Man war also bei der Herstellung des Zäpfchens auf die filigranen Schmiedekünste der Ringgeister angewiesen.

Wie es angewendet wurde: Es wurde wie die ganz normalen Zäpfchen auch..., also hinten... ähm, beim Patienten... also ähm..., so jedenfalls. Die Anwendung erfolgte aus Wirksamkeitsgründen direkt nach der Herstellung. Man konnte es also wegen der Hitze nur mit einer Zange anfassen. Die Stelle, an der es eingeführt werden sollte, musste stark gekühlt werden, also mit Eiswürfeln. Ja und dann brauchte man auch noch Fett, weil es beim Schmieden meistens nicht so glatt gehämmert wurde, wie man es von einem solchen Produkt eigentlich erwartet hätte. Um kein Risiko einzugehen, wurde der Patient während der Anwendung immer angekettet und er musste seine Waffen abgeben.

Wie es wirkte: Es löste sich nur sehr langsam auf und war zweistufig geschmiedet. Die erste Stufe sorgte dafür, dass die Schmerzen von dem meist sehr ruppigen Einführen, gemildert wurden. Die zweite Stufe hatte es echt in sich. Wenn die innere Kapsel aufplatzte, floss dort eine schmierige Brühe heraus, die sich schnell überall hin ausbreitete. Sie hatte Treibstoff für ungefähr 10 Meter Wegstrecke. Während der Vorwärtsbewegung sammelte sie alle unangenehm auffallenden Bestandteile ein und neutralisierte diese mit einem lauten Knall. Für den Geruch und die Menge der dabei entstehenden Abgase wurden bis heute noch keine passenden Wörter gefunden.

Welche Nebenwirkungen es hatte: Die einzigen bekannten Nebenwirkungen waren ausgeschlagene Zähne und geschwollene Augen bei den Kollegen des Patienten, die sich über dessen komische Innengeräusche kaputt lachten oder flache Witze diesbezüglich rissen. Ansonsten war das Zäpfchen eher unbeliebt und sorgte für schlechte Laune beim Patienten. Das fiel aber nicht weiter ins Gewicht, in den damaligen dunklen Zeiten.

Als Mordor dann fiel, wurden keine neuen Infernozäpfchen mehr geschmiedet, aber sie lebten in den Erzählungen der Ringgemeinschaft und deren Erben noch lange weiter. In Gondor wurde es zum geflügelten Wort. Den Kindern wurde immer damit gedroht, wenn diese andauernd Schokolade und andere Süßigkeiten haben wollten.

Wortspiele - der Sockengeier

der Sockengeier - Fliegt am Nordpol rum, hat keine kalten Füße und kann stricken.

Alles fing damit an, dass ihm sein strenger Vater immer mehr auf die Nerven ging. Ständig diese Sprüche wie "Es wird gegessen, was gerade vor sich hin stirbt" oder "Wenn ich so kalt wäre wie der da, hätte ich mich schon längst selbst gefressen" oder "Sind wir Geier oder Reiher? Los Junge, der ist noch warm" oder "Wer Aas sagt, der muss auch Bes sagen". Die Hitze musste seinem Alten die Windungen ausgedörrt haben, dachte er.

Irgendwann schmeckte ihm das komische Essen nicht mehr. Und während die anderen lustig krächzend auf den Kadavern herum hüpften, wurde er mehr und mehr zum einsamsten Geier der Stadt. Seine einzige Freude war es, in den Büchern eines früheren Frühstücks lesen zu lernen. Es handelte sich wohl um einen ehemaligen Strickjacken – Vertreter, der sich vergeblich ein neues Geschäftsfeld suchte.

Eines Tages lernte er auf seinen Wanderungen durch die Wüste seine spätere Zugvogel-Freundin Molly, die Küstenseeschwalbe kennen. Sie fror auf ihrem langen Weg vom Südpol zum Nordpol und sie musste mal. Also beschloss sie, auf halber Strecke eine kurze Pause zu machen. Er staunte nicht schlecht, als sie ihm erzählte wo sie hin wolle. Plötzlich durchzuckte es ihn und er erkannte seine einmalige Chance all den Kadavern zu entkommen. Sie war sehr überrascht, als er ihr sagte, dass er mit ihr fliegen wollte. Doch dann freute sie sich und konnte es kaum erwarten, ihn den anderen vorzustellen. So schnell es ging stolperte er nach Hause, um seine Bücher zu holen, denn Molly wollte wieder los.

Sie flogen zunächst eine Weile nach Westen, dann blinkte sie nach rechts in Richtung Nordpol. Da keiner der Geier einen richtigen Namen hatte, beschloss Molly ihn einfach Olli zu nennen. Vor Schreck über diesen Vorschlag hätte er fast einen Triebwerksschaden erlitten. Aber er war froh, dass sie ihn nicht Caruso oder Tweety getauft hatte. Sie quasselte wie ein Reiseführer auf einer Stadtrundfahrt. Olli sagte immer nur "ja" oder "oha". Und so verging die Zeit wie im Flug.

Der erste Winter am Nordpol war nicht einfach für Olli, denn er konnte nicht angeln und hatte ständig kalte Füße. Zum Glück war Molly eine gelernte Taucherin und hatte früher schon einmal im Hafen an den Docks gearbeitet. Sie sorgte für das Essen. Olli fand in seinen Büchern eine Bastelanleitung für Weihnachtssocken. Sah gar nicht so schwer aus, dachte er. Aus alten Fischgräten baute er sich einige Stricknadeln. Die Wolle stellte er sich aus den Fellresten von Schneehasen her, die nicht mehr weglaufen konnten. Es dauerte ein Weile, bis ihm die Nadeln nicht mehr aus den Krallen rutschen. Er fand die Lösung in einem seiner Bücher, das von japanischen Nudelsuppen handelte...

Von da an war das Leben am Nordpol echt Klasse, denn er hatte keine kalten Füße mehr und seine gestrickten Socken wurden zum Verkaufsschlager. Später erweiterte er sein Angebot und  strickte auch noch kleine Schlafsäcke. Sein Laden wurde immer bekannter. Molly gab die stressige Zugvogelei zwischen Nord- und Südpol auf und schmiss mit Olli zusammen den Laden, den sie "Wollig und Mollig" nannten. Wenn sie mal wieder Lust auf warmes Wasser hatten, flogen sie zum Baden nach Island rüber oder im Sommer ab und zu nach Yellowstone.

Wortspiele - der Gurgelturm

der Gurgelturm - Höchstes Gebäude auf dem Odol – Testgelände.

Er gilt als das Wahrzeichen schlechthin. Er steht für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Gurgelns. Die Struktur seiner Fassade erinnert an eine gluckernde Silhouette aufsteigender Bläschen aus einer billigen Gurgel-Werbung und ist rosa bis altrosa-pastell gefärbt.

Sein tief im Boden liegendes altes Fundament aus gegurgeltem Beton, lässt die mittlerweile 52 Stockwerke hoch in den Himmel aufragen. Noch in mehr als 200 m Entfernung spürt man die Vibrationen, wenn alle Gurgler auf der Arbeit sind. Je nach Windrichtung können die Menschen in den Nachbardörfern erraten, ob gerade eine neue Pfefferminz-Sorte ausprobiert wird.

Fast alle der dort beschäftigten Gurgler wohnen in der Gegend um den Turm herum und durch ihren ständig frischen Atem ist es hier durchschnittlich um zwei Grad kälter, als im Rest des Landes. In den Schulen ist Pfefferminzologie seit langem ein Hauptfach und in der hauseigenen Pfefferminzmine wird schon viele Jahre nach den sehr seltenen und wertvollen Minzianten gesucht, jedoch relativ erfolglos bisher.

Alle Leute hier sind sehr stolz auf ihren Turm, denn nicht zuletzt ist er auch für diesen seltsamen Dialekt verantwortlich, den sie hier alle so mögen. Und wenn du dich fragst, wie dieser sich anhört, kannst du das ja mal gurgeln.

das barbarenmoped

das Barbarenmoped - Ziemlich raubeiniges Gefährt. Blutverschmiert, bewaffnet und verflucht (ab Werk).

Leider hat das Barbarenmoped die Entwicklung bis zur Serienreife nie geschafft. Die Herstellung war, sagen wir mal, sehr individuell. Pro Moped brauchte es sieben erfahrene Verflucher. Ihnen durfte nach der anfänglichen Hauptverfluchung kein Ausrutscher mehr passieren. Das war bei den verschiedenen Kreuz-, Spreiz- und Senkflüchen gar nicht so einfach.

Als die ersten Testmodelle all ihre Flüche aufgenommen hatten, wurden sie von den übelsten, schlechtgelauntesten, breitschultrigsten und verkommensten Barbaren getestet. Leider stellte sich bald heraus, dass die vielen verschiedenen Flüche nicht besonders gut aufeinander abgestimmt waren. Einige der Test-Barbaren bekamen plötzlich seltsame Kringel in den Augen oder fingen an zu sabbern. Andere wiederum fanden es gut, Nussschalen zu essen oder sich mit Laubfröschen zuzudecken.

Nach einiger Zeit fanden die Verflucher heraus, dass eine ordentliche Bewaffnung des Mopeds, Teile der Flüche in sich speichern konnte. Dies führte wiederum dazu, dass die unfallfreie Benutzung der nun recht eigenwilligen Waffen, neu herausgefunden werden musste. Gewehre, welche ihre abgeschossenen Kugeln wieder aufsammeln wollten, waren keine Seltenheit. Armbrüste, die sich drehen konnten und plötzlich auf den Schützen oder auf den Tank zeigten, waren nur das kleinste Übel.

Zum Glück gelang es, mit Hilfe des vermissten Alchemisten Sedixlomax, den man unter einem vergrabenen Rezeptbuch wiederfand, die Bewaffnung zu zähmen.  Wegen der starken Flüche wurden die Waffen nach einer Woche komplett weich und man musste die Riemen und Schnallen durch abgedichtete Köcher ersetzen. Immer wenn es soweit war, wurden sie mit einer blutartigen Flüssigkeit bestrichen, die sie wieder erhärten ließen. Sicherheitshalber pinselte man auch noch den Rest  des Mopeds damit ein. Das verlängerte die Wirkung um einige Tage. Für die Herstellung eines einzigen Fasses dieses Fluchsudes wurde eine komplette Vollmondnacht benötigt. Danach war der Vollmond verbraucht und man musste auf den nächsten warten.

Sprit brauchte die Maschine von Anfang an keinen. Die Flüche reichten völlig aus. Allerdings musste jeder Test-Barbar eine Art Führerschein machen, um darauf einen einigermaßen stabilen Angriff fahren zu können. Die Hauptschwierigkeit bestand darin, dass man den Gasgriff immer voll durchgezogen halten musste. Es war keine Gangschaltung vorhanden, denn so etwas brauchte diese Höllenmaschine nicht. Die Bremsscheiben glühten bereits vor dem Start, was das Bremsen, auch wegen des voll aufgedrehten Gasgriffes, nicht gerade erleichterte. Um die Flüche besser in Richtung des Feindes lenken zu können, musste auf die vordere Federung verzichtet werden. Jeder Fluch würde sonst unnötig gestreckt bzw. gestaucht und dadurch an Wirkung verlieren.

Am Ende gab man diese coole Idee aber auf. Es wurden einfach zu viele Test-Barbaren verbraucht. Schließlich wären Diese ja die zukünftigen Kunden gewesen. Ob jetzt wegen der vielen Tests Langzeitschäden zurück blieben oder nicht, konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht gleich Null.

die matratzenkufe

die Matratzenkufe - Im Eiskanal getestetes Spitzenerzeugnis der Sportbetten – Industrie.

Es geschah zu einer Zeit, als der Konkurrenzkampf zwischen den Sportbettenherstellern gnadenlos war. Die zumeist zugekoksten Marketingabteilungen warfen mit den seltsamsten Konzepten um sich. Nicht wenige dieser Konzepte hätten problemlos in der nächsten Klappse landen können.

Aber wie es manchmal so ist... Die Erfolgsgeschichte der Matratzenkufe könnt ihr hier nachlesen:
Die wichtigste Eigenschaft war die absolute Laufruhe der Kufe. Auf keinen Fall durfte das Team während des Rennens auf einer Vierer-Matratze geweckt werden, bis das Zielfoto geschossen war.

Am Anfang stellte sich natürlich die Frage nach dem passenden Material. Man suchte fieberhaft nach der ruhigsten, rutschigsten und gleichzeitig willenstärksten Zusammensetzung. Mit jeder neuen Mischung musste mindestens ein stotterfreier Eiskunstlauf auf gefrorenem Schmirgelpapier gelingen.

Man probierte es zunächst mit Gleitstahl. Dieser konnte sich wie ein Fakir über Nagelbretter schleichen, ohne zu ruckeln. Aber er floppte in Punkto "Rutschität". Auch der Rennstahl, dem man einen starken Hang zur Verzweiflung nachsagt, ließ beim Stotterschmirgeln viele Federn. Der Flugstahl, der dank seiner Berührungsängste einen besonderen Wert auf Kontaktlosigkeit legt, machte dann schließlich das Rennen. Perfekt.

Doch welche Form sollte sie bekommen? Welchen Schliff? Auf jeden Fall musste es ein beruhigender Anblick sein, denn das Eis durfte beim Rennen nicht zu sehr verärgert werden. Schließlich gelang es, eine Testperson einschlafen zu lassen, der man 5 bis 8 mal eine Kufe vor die Augen hielt. Diese hatte ihre Form einer sogenannten Schlafzimmerblickschablone zu verdanken.

Nun musste die Kufe laufen lernen. Sie wurde nachts von erfahrenen Schlafwandlern aus Kufstein trainiert. Erst wenn man mit ihr auf einem Rasierklingen-Schwebebalken hin und zurück laufen konnte, hatte sie das nächste Level geschafft.

Letztendlich war es dann doch soweit. Jede einzelne Kufe war so gut ausgebildet, dass sie sogar verstand, wie man eine Matratze lenken konnte. Und über die Jahre ist sie zu einem echten Teamplayer geworden. Die Kommunikation mit den anderen Kufen unter der Matratze funktioniert mit kleinen Lichtblitzen. Deshalb konnten die Wettbewerbe auch bei völliger Dunkelheit durchgeführt werden. Ist dann halt für die Zuschauer schwieriger. Tja.

 

das lamettajournal

das Lamettajournal - Weihnachtszeitung, per Newsletter direkt vom Weihnachtsmann erhältlich.

Für ein Abo muss man nur zehn Mal lieb sein und sich vor dem Essen immer die Finger waschen. Wer sich das nicht leisten kann, bekommt hier eine kleine Leseprobe aus dem letzten Newsletter. Wie ihr sehen werdet, gibt es auch in diesem Jahr wieder den ganz normalen Wahnsinn kurz vor Weihnachten.

...Rudolph hatte einen Unfall mit seinem Privatschlitten. Die Tankkarte, die er vom vom Weihnachtsmann bekommen hatte war leer. Er wollte den Schlitten über die viel befahrene Strecke vom Nordpol in Richtung der Kinder selbst ziehen, kam in den Gegenverkehr und wurde von einem Elfenbein umgetreten. Er fällt nun für 3 Wochen aus. Die Gesichtsfarbe vom Weihnachtsmann passt sich gerade der Farbe seines Mantels an. Advent, Advent.

...In den Werkstätten der Elfen sind Läuse festgestellt worden. Deshalb mussten die Stoffpuppen- und Perückenfertigungsbänder angehalten werden. Hoffentlich gibt es keine Lieferausfälle wegen der hohen Stückzahlen dieses Jahr. Der Weihnachtsmann ist bereits unterwegs und versucht ein paar frei gewordene Nikoläuse abzuholen. Mal sehen, wie viele er zusammenbekommt. Es sind ja schon fast alle im Urlaub. Ho, ho, ho.

...Das Weihnachtsmannkomitee hat beschlossen, dass "Last Christmas" auf den Index soll. Beim Verpacken und Adressieren der Weihnachtsgeschenke werden zu viele Fehler gemacht, weil dieses Lied ständig auf "Radio Wolke 7" läuft. In der Abfertigungshalle wurden die Säcke mit den Geschenken auf die falschen Schlitten geladen. Zum Glück hatte der Weihnachtsmann noch einmal einen Rundgang gemacht und die Barcodes mit seinen Aufzeichnungen verglichen. Oh Tannenbaum.

...Heikle Sache - Vom Schreibtisch des Weihnachtsmanns sind die Wunschzettel mit den nicht jugendfreien Geschenkwünschen verschwunden. Das war ein ziemlich hoher Stapel. Der Weihnachtsmann hat bereits seine Leute auf die Diebe angesetzt. Es muss sich hier um Profis handeln, denn das Büro vom Weihnachtsmann hat keine Türen. Also... wer etwas weiß oder gesehen hat, bitte den Weihnachtsmann persönlich anrufen. Die Nummer habt ihr ja alle. Diese Dinger dürfen nicht in falsche Hände geraten. Kling Glöckchen.

...Und zum Schluss noch eine schöne Nachricht: Beim diesjährigen Weihnachtsgewinnspiel gibt es eine Gewinnerin. Die Elfin Lauri Lollipop wusste als einzige das Lösungswort "Weihnachtsbaum". Herzlichen Glückwunsch Lauri. Du gewinnst drei Paletten Wolken in Dosen und einen Schuhbeutel aus Fusselfilz. Die Farbe darfst du dir aussuchen. Deinen Gewinn kannst du dir liefern lassen, falls du gerade Läuse hast. Melde dich bitte noch vor Weihnachten, dann schreibt dir der Weihnachtsmann ein paar nette Worte in dein Poesiealbum.

die gebüschgravitation

die Gebüschgravitation - Wirkt sich meistens erst im Vollsuff aus und hat verschieden starke Abstufungen:

0,3 Promille: Das Gebüsch steht weit entfernt herum, scheint aber langsam näher zu kommen.

0,5 Promille: Alle anderen Gebüsche zeigen mit ihren Ästen auf dich. Du kannst es jetzt grinsen sehen.

0,8 Promille: Vom Gebüsch aus betrachtet ändert sich nichts. Von dir aus gesehen kam es in den letzten 3 Sekunden auf dich zugelaufen. 

1,0 Promille: Das Gebüsch wird zutraulich. Es beginnt zu singen und bekommt Arme… vier, fünf Stück ungefähr.

1,5 Promille: Nun zeigt es dir sein wahres Gesicht. Keine von all den harmlosen Geschichten, die es dir erzählt hat ist wahr. Nicht ein Wort von "Ich fang dich schon auf" oder "Ich hab keine Stacheln" stimmte.

2,0 Promille und mehr: Schon längst haben dich mindestens acht Arme gepackt und leider bist du nun zu voll, um deine Richtung zu ändern. Auch Umkehren geht nun nicht mehr. Dein lautes Gemotze stört das Gebüsch nicht. Raschelnd versinkst du im Inneren. Ob du dich nun übergibst oder nicht, kriegt ausserhalb des Gebüsches niemand mehr mit.