die matratzenkufe

die Matratzenkufe - Im Eiskanal getestetes Spitzenerzeugnis der Sportbetten – Industrie.

Es geschah zu einer Zeit, als der Konkurrenzkampf zwischen den Sportbettenherstellern gnadenlos war. Die zumeist zugekoksten Marketingabteilungen warfen mit den seltsamsten Konzepten um sich. Nicht wenige dieser Konzepte hätten problemlos in der nächsten Klappse landen können.

Aber wie es manchmal so ist... Die Erfolgsgeschichte der Matratzenkufe könnt ihr hier nachlesen:
Die wichtigste Eigenschaft war die absolute Laufruhe der Kufe. Auf keinen Fall durfte das Team während des Rennens auf einer Vierer-Matratze geweckt werden, bis das Zielfoto geschossen war.

Am Anfang stellte sich natürlich die Frage nach dem passenden Material. Man suchte fieberhaft nach der ruhigsten, rutschigsten und gleichzeitig willenstärksten Zusammensetzung. Mit jeder neuen Mischung musste mindestens ein stotterfreier Eiskunstlauf auf gefrorenem Schmirgelpapier gelingen.

Man probierte es zunächst mit Gleitstahl. Dieser konnte sich wie ein Fakir über Nagelbretter schleichen, ohne zu ruckeln. Aber er floppte in Punkto "Rutschität". Auch der Rennstahl, dem man einen starken Hang zur Verzweiflung nachsagt, ließ beim Stotterschmirgeln viele Federn. Der Flugstahl, der dank seiner Berührungsängste einen besonderen Wert auf Kontaktlosigkeit legt, machte dann schließlich das Rennen. Perfekt.

Doch welche Form sollte sie bekommen? Welchen Schliff? Auf jeden Fall musste es ein beruhigender Anblick sein, denn das Eis durfte beim Rennen nicht zu sehr verärgert werden. Schließlich gelang es, eine Testperson einschlafen zu lassen, der man 5 bis 8 mal eine Kufe vor die Augen hielt. Diese hatte ihre Form einer sogenannten Schlafzimmerblickschablone zu verdanken.

Nun musste die Kufe laufen lernen. Sie wurde nachts von erfahrenen Schlafwandlern aus Kufstein trainiert. Erst wenn man mit ihr auf einem Rasierklingen-Schwebebalken hin und zurück laufen konnte, hatte sie das nächste Level geschafft.

Letztendlich war es dann doch soweit. Jede einzelne Kufe war so gut ausgebildet, dass sie sogar verstand, wie man eine Matratze lenken konnte. Und über die Jahre ist sie zu einem echten Teamplayer geworden. Die Kommunikation mit den anderen Kufen unter der Matratze funktioniert mit kleinen Lichtblitzen. Deshalb konnten die Wettbewerbe auch bei völliger Dunkelheit durchgeführt werden. Ist dann halt für die Zuschauer schwieriger. Tja.