Wortspiel - das Infernozäpfchen

das Infernozäpfchen - Wurde ebenfalls in Mordor geschmiedet, ist aber weniger bekannt als der Ring.

Warum es geschmiedet wurde: Bei den Orks kam es häufig zu schlimmen Verstopfungen und auch zum Gegenteil davon. Voll ekelig. Man wusste ja nie, was sie den ganzen Tag über so gegessen haben. Wahrscheinlich wussten sie es selbst nicht so genau. Zu dieser Zeit standen in Mordor weder Ärzte noch Apotheker auf irgendeiner Gehaltsliste. Und wer schon einmal Sarumans unveröffentlichte Erzählung "Vom Auge verwöhnt" gelesen hat, der weiß, dass Sauron prinzipiell keine Gehälter zahlte. Man war also bei der Herstellung des Zäpfchens auf die filigranen Schmiedekünste der Ringgeister angewiesen.

Wie es angewendet wurde: Es wurde wie die ganz normalen Zäpfchen auch..., also hinten... ähm, beim Patienten... also ähm..., so jedenfalls. Die Anwendung erfolgte aus Wirksamkeitsgründen direkt nach der Herstellung. Man konnte es also wegen der Hitze nur mit einer Zange anfassen. Die Stelle, an der es eingeführt werden sollte, musste stark gekühlt werden, also mit Eiswürfeln. Ja und dann brauchte man auch noch Fett, weil es beim Schmieden meistens nicht so glatt gehämmert wurde, wie man es von einem solchen Produkt eigentlich erwartet hätte. Um kein Risiko einzugehen, wurde der Patient während der Anwendung immer angekettet und er musste seine Waffen abgeben.

Wie es wirkte: Es löste sich nur sehr langsam auf und war zweistufig geschmiedet. Die erste Stufe sorgte dafür, dass die Schmerzen von dem meist sehr ruppigen Einführen, gemildert wurden. Die zweite Stufe hatte es echt in sich. Wenn die innere Kapsel aufplatzte, floss dort eine schmierige Brühe heraus, die sich schnell überall hin ausbreitete. Sie hatte Treibstoff für ungefähr 10 Meter Wegstrecke. Während der Vorwärtsbewegung sammelte sie alle unangenehm auffallenden Bestandteile ein und neutralisierte diese mit einem lauten Knall. Für den Geruch und die Menge der dabei entstehenden Abgase wurden bis heute noch keine passenden Wörter gefunden.

Welche Nebenwirkungen es hatte: Die einzigen bekannten Nebenwirkungen waren ausgeschlagene Zähne und geschwollene Augen bei den Kollegen des Patienten, die sich über dessen komische Innengeräusche kaputt lachten oder flache Witze diesbezüglich rissen. Ansonsten war das Zäpfchen eher unbeliebt und sorgte für schlechte Laune beim Patienten. Das fiel aber nicht weiter ins Gewicht, in den damaligen dunklen Zeiten.

Als Mordor dann fiel, wurden keine neuen Infernozäpfchen mehr geschmiedet, aber sie lebten in den Erzählungen der Ringgemeinschaft und deren Erben noch lange weiter. In Gondor wurde es zum geflügelten Wort. Den Kindern wurde immer damit gedroht, wenn diese andauernd Schokolade und andere Süßigkeiten haben wollten.